Korsika #6 – Monte Calva

Heute geht es in Richtung Col de Bavelle, hoch auf den Gipfel des Monte Calva. Beginnend in einem dichten Kieferwaldstück sehen wir nach ca. 20 Minuten unser heutiges Ziel in der Ferne.

Weiter am Weg ergeben sich immer wieder tolle Ausblicke auf die Ostküste Korsikas. Das Wetter ist sehr sonnig und warm.

Vorausschauend haben wir unsere Trinkblasen prall gefüllt. Nachdem es stetig bergauf geht und die schatten gebenden Bäume merklich weniger werden kriegen wir die Kraft der Sonne zu spüren.

Man kann auch einfach mal zwischendurch irgendwo hochklettern😊

Wie zuvor auch, weisen uns die Steinmännchen den richtigen Weg.

Das letzte Stück ist anstrengend und es geht weiter über große Geröllblöcke die es zu überwinden gilt.

Wie immer haben sich die Aufstiegsanstrengungen mehr als gelohnt. Am Aussichtsgipfel genießen wir den Rundblick auf Bavella, Incudine, Montagne de Cagna und den Golf von Porto-Vecchio.

Und auch hier waren wir wieder unter uns – so konnten wir in Ruhe unser Gipfelbaguette genießen und entspannt die Aussicht genießen.

Nach dem Abstieg bewältigt war, der sich mal wieder mehr als nötig in die Länge zog (downhill sucks!!), sind wir zu einem der schönsten Strände Korsikas gefahren. Plage de Palombaggia. Einfach ein perfekter Tag.

Korsika #5 – Beach&Restday

Heute machen wir nix! Nichts außer am Strand liegen und die Seele baumeln lassen, die Plauze in der Sonne schmoren, unf ab und zu mal ins türkis blaue Mittelmeer springen. Zum lesen war auch noch genügend Zeit und so zog der Tag recht entspannt an uns vorbei.

Bei soviel „Stress“ kann man sich schonmal Gedanken ums Abendessen machen. Pasta mit Gemüse und natürlich Rosé aus dem Dorf, eisgekühlt. Morgen wird es wieder sportlich!

Korsika #4 – Wandern Uomo di Cagna

Nach Sightseeing und Kultur stand heute wieder eine kleine Wanderung an. Als Gipfelziel galt es heute den berühmten Wackelstein Uomo di Cagna in knapp 1200 Metern Höhe zu erklimmen. Der Gipfel ist ein wahres Kuriosium und liegt im Süden der Insel in der Region Monacia d’Aullène.

Da geht es hin!

Der Wanderführer beschreibt diesen Trail als sehr sportlich und gibt als Schwierigkeitsgrad schwarz an. Zudem ist als ausdrückliche Empfehlung angegeben die Sommermonate zu meiden und erst ab September den Aufstieg zu wagen. Also genau richtig das wir heute bei nur ca. 27 Grad Außentemperatur starten.

Die Rucksäcke sind gepackt, die Trinkwasserreservoirs aufgefüllt und für die Gipfelpause ist ein frisches Baguette der örtlichen Boulangerie mit an Bord.

Eine immer enger werdende Serpentinen Straße bringt uns in das kleine Bergdörfchen Giannucci. Hier endet auch die Straße und ab hier gehen wir zu Fuß weiter.

Der Weg ist anfänglich sehr schön und abwechslungsreich und wir erahnen schon aufgrund des jetzt schon sehr steilen Passagen das es nicht so einfach werden wird. Der Weg ist anders als in den Wanderführern angegeben wirklich sehr gut ausgeschildert und markiert. Wir folgen dem Weg durch dichte Kieferwäldern welche uns sehr gut vor der Sonne schützen.

Auf dem Kiefernwald folgt ein Hochplateu aus teils riesigen Granitblöcken welche gute Trittsicherheit erfordert und uns, um ein rasches fortkommen einbremst. Wir müssen viel kraxeln was uns viel Konzentration kostet.

Vorbei an sehr schönen Aussichtspunkten entdecken wir auf der Route auch solche Steintore.

Der Aufstieg ist recht eigenartig, mitten durch ein Granitchaos aus riesigen Felsen suchen wir den Weg zum Gipfel. Es ist viel Klettern notwendig und das ein oder andere mal müssen wir die Route neuplanen. Dieses letzte Teilstück hat es echt in sich.

Oben angekommen werden wir für die Strapazen mehr als belohnt. Ein Mega Ausblick. Einfach nur herrlich…und das beste wir sind hier oben alleine…jetzt erstmal snacken und die Ruhe und den Weitblick genießen.

Korsika #3 – Bonifacio & Beachtime

Nachdem wir gestern eher sportlich unterwegs waren haben wir uns heute entschieden die südlichste korsische Stadt Bonifacio zu erkunden. Das Wetter am Morgen ist relativ frisch und bewölkt sodass das Sightseeing perfekt passt. Bonifacio ist bekannt für seinen viel befahrenen Hafen und der auf dem Kreidefelsen gelegenen Zitadelle. Leider hatten wohl viele Touristen das gleiche Ziel wie wir heute und so war die Altstadt doch recht voll.

Was auf der Besichtigungstour nicht fehlen darf ist die Treppe des Königs von Aragon (L’Escalier du Roi d’Aragon) Sie besteht aus 187 in den Kalksteinfelsen geschnittene Stufen. Etwas anstrengend aber wirklich sehr lohnenswert. Auch wenn in diesem Fall nicht wirklich benötigten aber dummerweise verpflichtenden Helm tragen muss.

Weiter erkundeten wir die Altstadt mit seinen tollen kleinen Restaurants und Bars oft mit tollem Meerblick. In einer kleinen Seitengasse erspähte Tessa dann eine kleine korsische Mikrobrauerei. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und so genehmigten wir uns abseits des Touristentroubels ein lecker Bierchen.

Nach der Stadtbesichtigung sind wir auf dem Heimweg den sehr bekannten Strand Santa Guilia angefahren. Hier haben wir noch ein paar tolle Stunden verbracht und konnten uns im klaren Mittelmeer erfrischen.

Jetzt geht es eine Bucht weiter Richtung Palombaggia. Hier genießen wir den Sonnenuntergang bei einem Cocktail bzw. für den Fahrer ne Cola. Ich freue mich aufs Abendessen mit Meerblick und einer ganz besonderen Frau an meiner Seite.

Korsika #2 – Wandern

So lange habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Fast 11 Stunden…naja der Körper holt sich halt was er braucht. Die letzten Tage waren halt doch anstrengender als ich zugeben würde. Nach einem ausgiebigen Frühstück, Haferflocken mit frischen Obst und ordentlich Kaffee haben wir uns auf dem Weg Richtung Stausee L‘Ospedale und ins gleichnamige Naturschutzgebiet gemacht.

In der Nähe des Stausees aus haben wir eine kleine Wanderung zum Wasserfall „Cascade de Piscia di Ghjaddu“ begonnen. Anfänglich ein recht beschaulicher und einfacher Weg durch Kiefernwälder. Zum Ende hin wurde es aber doch anspruchsvoller als gedacht und insbesondere das letzte Stück runter zum Wasserfall war anstrengend und sehr steil. Aber es hat sich gelohnt. Der Ausblick war fantastisch.

Anschließend sind wir den Pass weiter gefahren und hatten immer wieder tolle Aussichten auf die bizarr anmutenden Gipfelformen des „Col de Bavelle“. Unser Ziel war es noch das sogenannte Loch im Felsen „trou de la bombe“zu sehen.

Die zweite kleine Wanderung mit knapp 7 km Länge sollte also auch noch drin sein. Das Wetter in den Bergen war recht kühl mit knapp 18 Grad und hinzukam der recht sehr starker Wind. Egal, Wind und Wetter sind ja bekanntlich kein Hindernis und die richtige Kleidung soll’s richten. Oben angekommen halt es das letzte Stück hinauf zu klettern. Gar nicht so ohne insbesondere bei dem Wind! Der Ausblick hat die Mühen auf jedenfalls gelohnt.

Am Ende des Tages haben wir fast 15km zu Fuß zurück gelegt und haben ca. 600 Hm erklommen.

Wieder zuhause angekommen gab es erstmal ein leckeres Abendessen mit natürlich Rotwein und so konnten wir die letzten Stunden auf der Terasse chillen.